Bürgermeisterblatt 1

anlässlich der Kommunalwahlen am 11. September dieses Jahres möchte ich Sie zu einem kurzen Spaziergang durch die Gemeinde Tarmstedt einladen und Ihnen damit zeigen, was der Gemeinderat seit der letzten Wahl dank Ihres Mandats in die Wege leiten konnte.
Vorweg danke ich allen Mitgliedern unseres Gemeinderats und den beiden Fraktionen, die ihr ehrenamtliches Tun in einer konstruktiven, offenen und aufgabenorientierten Zusammenarbeit erfüllt haben. Nur so war es möglich, wichtige auf die Zukunft der Gemeinde ausgerichtete Entscheidungen auf den Weg zu bringen und zu realisieren. Das gilt auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Tarmstedter Rathaus, ohne deren
fachliche Zuarbeit viele Ideen so nicht umsetzbar gewesen wären.
Nun also ein Blick zurück auf die letzten fünf Jahre kommunaler Arbeit.
Trotz sinkender Einnahmen konnten Projekte angeschoben oder verwirklicht werden, die der Gemeinde jahrelang wichtig waren und die den Ansprüchen einer sich stetig wandelnden dörflichen Struktur gerecht werden.
Es war einfach eine Freude zu erleben, wie viele Tarmstedterinnen und Tarm- stedter sich an den 750-Jahr-Feierlichkeiten beteiligt haben. Dieses Gemeinschafts- erlebnis gab Mut, auch schwierige Dinge anzupacken, wie z.B. den Umbau der Poststraße.
Nach Jahrzehnten vergeblicher Anläufe hat es nun mit Hilfe der Zuschüsse aus dem Topf der Dorferneuerung und mit der Unterstützung des Arbeitskrei- ses Dorferneuerung geklappt, in der Ortsmitte einen gestalterischen Ak- zent zu setzen. Dabei hat der Ge- meinderat darauf geachtet, mit Ihren Geldern haushälterisch solide umzu- gehen. Wer die vielen Rats- und Aus- schusssitzungen zur Umgestaltung der Bauernreihe erlebt hat, der wird auch in dieser Ausbauform einen echten Zugewinn für unser Dorf schätzen. Ebenso wichtig für die Anlieger ist der endgültige Aus- bau der ehemaligen Schotterwege „Seegenhöfe“ und „Am Berg“. So allmählich gelingt es der Gemeinde, auch die alten Siedlungsbereiche der Gemeinde straßenmäßig zu sanieren.
Nach so vielen Baumaßnahmen möchte ich auf die ehrenamt- liche Arbeit eingehen. Sie ist besonders wichtig und für die Zukunft noch bedeutsamer. Mit dem eingeführten Ehrenamtstag wollen wir den Menschen, die sich so engagiert für Andere ein- setzen, auch einmal öffentlich von Seiten der Gemeinde dan- ken. Denn so allmählich zeich- nen sich besonders in den Dör- fern die Probleme der Überal- terung und Verringerung der Bevölkerung ab. Noch mehr nachbarschaftliche Hilfe, län- geres aktives Engagement im Vereinsleben sowie den kirchlichen und sozialen Ein- richtungen wird uns helfen, das Miteinander im Dorf zu gestalten.
Nun zu den ganz jungen Menschen Tarmstedts.
In einem unserer beiden Kinder- gärten konnten wir eine Krippe für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren einrichten und damit vielen Müttern ermögli- chen, schneller nach der Geburt wieder ihrem Beruf nachzuge- hen. Mit der Photovoltaikanlage auf dem Dach wollten auch wir einen kleinen Beitrag zur um- weltfreundlichen Energieversor- gung liefern.
Mit der Überarbeitung der Kindergartensatzung haben wir uns bemüht, die Kosten für die Eltern moderat zu halten.
Mit einem Bebauungsplan für die Einrichtung eines Seniorenpflegeheimes an der Bremer Landstraße und die Bereitstellung des dafür erforderlichen Grundstücks konnte seitens des Rates eine weitere wichtige Einrichtung auf den Weg gebracht werden.
Ebenfalls unterstützt und in die gemeindliche Planung einbezogen wurde die Initiative von vier Tarmstedter Landwirten zum Betrieb einer gemeinsamen Biogasanlage. Diese soll beim Hundeübungsplatz an der Straße nach Neu St. Jürgen entstehen. Das produzierte Gas soll per Blockheizkraftwerk nicht nur für die Beheizung der KGS und der Grund- schule, sondern auch des gemeindlichen Jugendtreffs und des Kindergartens an der Schulstraße Wärme liefern.
Nicht zuletzt mit Hilfe der Spende des ehemaligen amerikanischen Botschafters William R. Timken konnte die Gemeinde den Erwerb und die Herrichtung des Gebäudes Wil- stedter Str. 2 zur Bereitstellung von Räumen für die „Tafel“ und dem Gemeindearchiv realisieren. Herzlichen Dank an dieser Stelle den ehrenamtlichen Helfern dieser Einrichtung.
Dieser Dank gilt auch den Mitgliedern der Tarmstedter freiwilligen Feuerwehr. Wir konnten vom Rat bei der Beschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeugs behilflich sein. Statt der ursprünglich vorge- sehenen 3 Sitzplätze hat das TLF 16/25 nun 6 Sitze und erleichtert
im Notfall das Ausrücken mehrerer Helfer/innen.
In vielen Gesprächen mit Anwohnern hat der Rat über eine sinnvolle Begrünung der Dorf- straßen diskutiert. Viele Baumarten haben sich als zu große Belastung für die Grund- stückseigentümer erwiesen. In einem Konzept für die innerörtliche Begrünung wird derzeit nach Alternativen gesucht, so dass das ökologisch Sinnvolle mit dem Praktischem ver- bunden wird.
Liebe Tarmstederinnen, liebe Tarmstedter,
die Mitglieder des Gemeinderates hatten, meinem Eindruck nach, immer ein offenes Ohr für Ihre Anliegen und waren bereit, sich verantwortlich darum zu kümmern - auch wenn wir nicht in jedem Fall gleich eine Lösung parat hatten. Dennoch hoffe ich, dass politisches Handeln vor Ort für Sie transparent gewesen ist. Ich danke Ihnen für das uns gegebene Vertrauen bei der letzten Wahl und hoffe, dass auch in den nächsten fünf Jahren ein eben- falls so konstruktiv arbeitender Gemeinderat Ihre Zustimmung rechtfertigen kann.
Mit freundlichen Grüßen,
Wolf Vogel, (SPD)
Bürgermeister der Gemeinde Tarmstedt
















